|
Zum ersten Mal seit vielen Jahren kann im Bahnhofsbereich von Neuenmarkt die Errichtung eines völlig neuen Bauwerks beobachtet werden: im Rahmen der Umsetzung des Museumsentwicklungskonzeptes wird als erster Bauabschnitt im Bereich der früheren Gütergleise eine temperierbare Depothalle für all die Exponate errichtet, die im Besucherbereich des Rundlokschuppens keinen dauerhaften Platz haben. Damit wird künftig wenigstens die wertvollsten Fahrzeuge ein geeigneter Witterungsschutz gegönnt!
Die Bauarbeiten begannen Ende Mai mit dem Rückbau der vorhandenen Gleisanlagen. Von den sechs bisherigen Stumpfgleisen werden nur noch fünf in die neue Halle geführt, dafür kann aber die entfallende Weiche genutzt werden, das bislang nicht angebundene 2. Umladerampengleis mit dem Gleisnetz zu verbinden, was z. B. die Darstellung realer Umladeszenerien ermöglichen würde (Bild 1) Relativ lange zogen sich dann die Drainage- und Entwässerungskanalarbeiten hin (der hohe Wasseranfall erforderte besondere Maßnahmen und machte einen Bodenaustausch erforderlich), ehe die Fundamente für die Stahlbetonstützen betoniert werden konnten (Bild 2, links)
Ende Juli konnten dann die stählernen Stützen der Torseite sowie die Stahlbetonfertigstützen der drei anderen Gebäudeseiten gesetzt werden (Bild 3, rechts)
Wiederum vier Wochen später sind dann die hohen und langen, in Österreich gefertigten, Leimholzbinder angeliefert worden und wurden per Autokran in wenigen Tagen versetzt (Bild 4). Anschliessend hatte die ausführende Zimmerei die Pfetten und zahlreiche weitere Holzbauteile zu montieren, so dass nach Abzug des Zimmererbetriebes der Bauzustand am Abend des 2. 9.2011 schon das Aussehen der Halle erahnen lässt! (Fotos: Roland Fraas)
|